Die Station C5A

Eine Schleuse (bestehend aus zwei Schiebetüren) trennt die Station vom Rest des UKEs. Man darf nur rein bzw. raus, wenn die andere Tür gerade geschlossen ist. Patienten dürfen die Station gar nicht verlassen. Zudem lassen sich die Fenster nicht öffnen und wurden auch schon seit geraumer Zeit nicht mehr geputzt. Angeblich ist Corona schuld. Ein kleines Fenster in meinem Zimmer ist komplett blind. Der Eingangsbereich der Zimmer ist knallorange gestrichen. Auf den Zimmern braucht man keine Maske tragen, nur auf dem Gang. Es gibt einen kleinen Raum mit zwei Trimm-Dich-Fahrrädern und zwei Steppern (Treppensteigen üben, hier gibt es ja keine Stufen). Daneben ist ein weiteres Räumchen mit einem Klavier. Ob José Carreras dort wohl musiziert hat? Daneben eine weitere Kammer mit einem Patientenkühlschrank, in dem, ein bisschen wie in einem Hostel in Asien oder Australien, die Patienten ihre eigenen Lebensmittel mit einem Aufkleber versehen und dort lagern können. Ziemlich gefüllt das Ding. In weiteren Schränken befinden sich Handtücher und Bettwäsche, die man sich eigenständig nimmt. Die flauschigen Handtücher sind morgens immer schnell vergriffen und man muss auf die dünnen oldschool Dinger zurückgreifen. Um fit zu bleiben ist es gewünscht regelmäßig selbst sein Bett neu zu beziehen. Ferner kann man sich aus einem großen Schrank an Getränken bedienen, Säfte, Cola, Fanta, Sprite und sogar Becks steht den Patienten zur Verfügung. Ein älterer Herr bunkert auch fleißig seine Becks Flaschen, blockiert damit den Gemeinschaftskühlschrank und kontrolliert regelmäßig, dass nichts „wegkommt“.